Der Lockdown und seine Effekte auf jeden Einzelnen und die individuellen beruflichen Perspektiven!

Das Coronavirus hat die ganze Welt vor gut einem Jahr hart und überraschend getroffen und hält uns seitdem alle in Atem. Die Bemühungen darum, die rasante Verbreitung des Virus zu verhindern, führten letztendlich zu einem harten Lockdown. Dieser umfasste unter anderem eine drastische Reduzierung von sozialen Kontakten und die Schließung vieler Geschäfte und Betriebe. Diese Einschränkungen hatten unterschiedliche Auswirkungen und riefen dadurch die verschiedensten Emotionen bei den Menschen hervor.

Selbstverständlich blieb auch unser Institut nicht von den Auswirkungen des Coronavirus und den daraus resultierenden Maßnahmen und Einschränkungen verschont.  

Somit wurden die Maßnahmen „Fit für den Job“, „Frauen aktiv in die Zukunft“ und „Perspektiven eröffnen“, die durch den Europäischen Sozialfonds gefördert und in Kooperation mit dem Jobcenter Westerwald im Institut für Bildung und Beruf in Hachenburg durchgeführt werden, bereits seit dem 16.12.2020 vollständig im Homeschooling durchgeführt. Die Teilnehmenden bearbeiteten seitdem die ihnen zugeteilten Aufgaben digital oder erhielten diese über den postalischen Weg. Es erfolgte ein regelmäßiger Kontakt über Telefon, Email und über Videokonferenzen.

Das Ziel der Maßnahmen besteht weiterhin in der Eingliederung der Teilnehmenden in den Arbeitsmarkt. Dies stellt aktuell die teilnehmenden Menschen vor besondere Herausforderungen. Um konkret die sich ergebenden Schwierigkeiten feststellen und auf diese reagieren zu können, starteten wir zum Ende des 1. Quartals eine Umfrage zur Erfassung der gesammelten Erfahrungen und Emotionen im Laufe dieses Lockdowns, insbesondere in Bezug auf die berufliche Komponente. Die folgenden Ergebnisse der Umfrage offenbaren die Schwierigkeiten, mit denen sich die Teilnehmenden seit einigen Monaten konfrontiert sehen:

Da viele Betriebe und Geschäfte aufgrund des Lockdowns schließen mussten, führte dies dazu, dass potentielle Praktikumsplätze/Arbeitsplätze einfach wegfielen, begonnene Praktika nicht weitergeführt werden konnten und insbesondere die Kontaktaufnahme und der Kontakterhalt zu diesen Betrieben nur schwer möglich waren. Bei einigen bereits begonnenen Praktika sollte im Verlauf über einen möglichen Ausbildungsplatz entschieden werden. Insbesondere in diesen Fällen führte der Lockdown nicht nur zu einer Aussetzung der Praktika, sondern auch zu einer großen Unsicherheit bei den betroffenen Teilnehmenden über die eigene berufliche Zukunft.

Betriebe, die immer bereit waren, Menschen die Chance auf einen Arbeits- oder Ausbildungsplatz zu geben, sind nun aufgrund der aus dem Lockdown resultierenden schwierigen wirtschaftlichen Lage verunsichert und warten ab, bzw. signalisieren, dass Einstellungen derzeit nicht möglich seien.

 

Neben den beruflichen Schwierigkeiten und Herausforderungen berichteten viele Teilnehmende aber auch über starke persönliche Belastungen und Stress, bedingt durch die Beschränkung der sozialen Kontakte und der daraus hervorgehenden Isolation und Einsamkeit. Diese Aspekte haben einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit dieser Menschen.

Im 1. Quartal haben wir uns daher bereits intensiv um die Kontakterhaltung mit den teilnehmenden Menschen bemüht und sobald es ging, persönliche Gesprächstermine vereinbart.

Im Rahmen des Bewerbungsprozesses haben wir Bewerbungsunterlagen in Einzelcoachings optimiert, sodass Bewerbungen für Ausbildungsplätze/Arbeitsplätze in diesem Jahr an die Betriebe verschickt wurden. Neben der Bearbeitung der Bewerbungsunterlagen nutzten wir die Zeit für Coachings in Bezug auf Telefon- und Vorstellungsgespräche.

Für die kommenden Monate sehen wir als Institut für Bildung und Beruf unseren beruflichen Fokus weiterhin in der Stabilisierung unserer TeilnehmerInnen durch Motivation, intensiven Austausch und das Bewusstmachen der individuellen Stärken und Fähigkeiten durch Gesprächsangebote. Wir streben die Auffrischung und Erhaltung der bislang guten Kommunikationsbasis und Kooperation mit den Betrieben an, um letztendlich eine gelingende und nachhaltige Integration unserer Teilnehmenden in den Arbeitsmarkt zu erreichen.

 

Alle drei genannten Aktivierungsmaßnahmen werden durch das Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demographie und durch den Europäischen Sozialfonds gefördert und in Kooperation mit dem Jobcenter Westerwald im Institut für Bildung und Beruf in Hachenburg durchgeführt.

Info und Kontakt: IBB Hachenburg, Adolph-Kolping-Straße 3, 57627 Hachenburg, Tel.: 02662-4877